Der Mond

Der Mond, oder Luna auf Latein, ist der einzige natürliche Satellit der Erde und das hellste Objekt in unserem Nachthimmel. Eine kalte, trockene Kugel, deren Oberfläche aus Kratern, Felsen und Staub besteht, nennt man einen Regolith. Mit einem Durchschnitt von 2.159,2 Meilen (oder 3.474 km) ist er der größte Mondkörper hinsichtlich der Größe des Gegenstandes, den es umkreist.

Mondentstehung

Es wird geschätzt dass der Mond vor 4.5 Milliarden Jahren entstanden ist, gerade mal 100 Millionen Jahre nachdem sich die Planeten unseres Sonnensystems bildeten. Es gibt mehrere Theorien, die versuchen zu erklären, wie der Mond entstand, allerdings ist die Kollisionstheorie, die am weitesten verbreitete wissenschaftliche Erklärung.

Kollisionstheorie

Nach der Kollisionstheorie hat sich der Mond aus dem Staub und den Trümmern eines riesigen Zusammenstoßes zwischen der Erde und eines anderen Himmelskörper, der so groß wie Mars ist und als Theia bezeichnet wird, gebildet. Die Kollision erschuf eine große Menge an Staub und Fragmenten, die sich ins All ausbreiteten und dann von der Erdanziehungskraft angezogen und im Orbit der Erde landete. Im laufe von 90 Millionen Jahren sprangen dieser Staub und die Fragmente umher, stießen zusammen, sammelten sich zu einem immer größer werdenden Himmelskörper und wurden letztendlich zu dem Mond, den wir heutzutage kennen.

Schwesterplanet Theorie

Die Schwesterplanet-Theorie schlägt vor, dass der Mond und die Erde zur gleichen Zeit entstanden. Nach dieser Theorie hat die Schwerkraft Materialien und Partikel des frühen Sonnensystems zusammengefügt, und dadurch den Mond und die Erde parallel erschaffen. Diese Theorie ist seit Neuestem weniger populär, da Wissenschaftler herausgefunden haben, dass der Mond und die Erde nicht die gleiche materialistische Dichte haben. Daher ist es nicht plausibel, dass sie zeitgleich gebildet wurden.

Erst in 1959 war es der Menschheit zum ersten Mal möglich gewesen die Rückseite des Mondes zu fotografieren

Einfang Theorie

Eine weitere beliebte Theorie, die wegen jüngster Forschung auch an Glaubwürdigkeit verloren hat, kennt man als die Einfang-Theorie. Diese Theorie besagt, dass die Erdanziehungskraft einen vorbeifliegenden Körper eingefangen hat und so den Mond erschaffen hat. Dies ist der Fall mit ein paar anderen Monden in unserem Sonnensystem und gemäß dieser Theorie ist der felsige Mondkörper woanders erschaffen worden und wurde dann von der Erde in ihre Umlaufbahn gezogen. Diese Theorie verliert allerdings an Gültigkeit da Himmelskörper, die so angezogen wurden, sich nicht nach dem elliptischen Pfad von deren Elternplanet richten; was der Mond allerdings macht.

Oberfläche

Die Mondoberfläche ist anders als die der Erde, vor allem durch die sehr verschiedene Atmosphäre, Anziehungskraft, Flächentektonik und Wasser. Dennoch gibt es keinen Mangel an wunderschönen Bergketten und riesigen Tälern auf der Oberfläche des Monds, die von abgestürzten Meteoriten und Asteroiden verursacht wurden. Die Abwesenheit von Wasser auf der Oberfläche bedeutet keine Erosion, die wiederum hilft, die antiken geologischen Charakteristiken des Terrains beizubehalten. Da es keine Flächentektonik gibt, gibt es auch keine Vulkanausbrüche oder Erdbeben - alles Faktoren die bei der Bildung des Erdterrain und Landschaft beigetragen haben.

Atmosphäre

Es wurde lange geglaubt, dass der Mond keinerlei Atmosphäre hat. Allerdings haben jüngste Studien gezeigt, dass der Mond eine sogenannte Exosphäre hat, die die ganz äußerste Schicht einer Atmosphäre ist. Eine Schicht die immer dünner wird und sich schließlich mit der Leere des Alls verbindet. Tatsache ist, dass die Anziehungskraft des Mondes zu schwach ist um eine Atmosphäre beizubehalten aber sie ist dennoch stark genug um eine Exosphäre beizubehalten. Die Exosphäre wiegt nur 55.000 Pfund (oder 10 Tonnen) und besteht größtenteils aus Wasserstoff und kleinen Mengen an Helium- und Neongasen. Es gibt keine Luft, daher gibt es auch kein Wette , so wie wir es hier auf der Erde kennen.

Umlaufbahn

Der Mond hat eine nahezu runde Umlaufbahn um die Mitte der Erdmasse und hat eine sogenannte "gebundene Rotation" mit ihr. Das bedeutet, dass der Mond sich genau einmal um seine eigene Achse dreht, während es die Erde umkreist. Die gebundene Rotation verursacht, dass der Mond immer die gleiche Seite auf der Erde zeigt, und dass wir die Rückseite nie von hier beobachten können.

Erst in 1959 war es der Menschheit zum ersten Mal möglich gewesen die Rückseite des Mondes zu fotografieren. Die „Soviet Luna 3“- Sonde hatte dieses Foto gemacht und in 1968 waren die Apollo 8 Crew-Mitglieder die ersten Menschen, die die "Dunkle Seite des Monds" betrachteten, ohne Fotosätze.

Die Umlaufzeit des Mondes ist 27,322 Tage, während die der Erde ungefähr 365 Tage beträgt. Während der Mond um die Erde kreist ändert er auch seine Position zur Sonne, welche dann die Phasen des Mondes bewirkt.

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